SPD Jena fordert E-Scooter sinnvoll regeln

Die SPD-Stadtratsfraktion legt dem Stadtrat eine Beschlussvorlage zur Regulierung von E-Scooter-Angebote vor. Kern der Vorlage sind ein Erlaubnisvorbehalt für gewerbliche Vermieter mit höchstens zwei Anbietern und einem stadtweiten Fahrzeughöchstkontingent, ein Zweizonenmodell mit verbindlichen Abstellflächen in der Innenstadt und entlang der Hauptachsen sowie fester Fristen zur Entfernung falsch oder gefährlich abgestellter Fahrzeuge.
Die Abstellflächen sollen digital als Geofence und zugleich dauerhaft vor Ort markiert werden und sich an den Haltestellen des ÖPNV orientieren. Ziel ist dabei insbesondere, dass Gehwege künftig nicht mehr von E-Scootern blockiert werden. Hintergrund ist die Novelle der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, deren einschlägige Regelungen zum 1. März 2027 in Kraft treten und den Kommunen erstmals klare straßenrechtliche Handhabe geben. Bis dahin sollen Satzung, Zonenkonzept und Auswahlverfahren stehen.
„E-Scooter haben sich als Verkehrsmittel etabliert. Sie schließen in einer Stadt mit Hanglagen und starkem Pendleraufkommen echte Lücken. Was fehlt, ist die Einbettung in den übrigen Verkehr. Der Wildwuchs beim Abstellen wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern zu Recht als besonders störend bewertet“, sagt Stadtrat Tobias Birk.
„Wir wollen nicht verbieten, wir wollen ordnen. Gehwege, Hauseingänge, Haltestellen und taktile Leitsysteme müssen frei bleiben, für blinde und sehbehinderte Menschen, für Rollstuhlnutzende, für ältere Menschen und für Familien mit Kinderwagen“, sagt Katja Glybowskaja, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. „Mit einer zukünftig begrenzten Anzahl von Anbietern, festen Abstellflächen und verbindlichen Reaktionszeiten ist der E-Scooter eine sinnvolle Ergänzung bestehender Verkehrsmittel und nicht nur Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer.“
An der Erarbeitung sollen der Mobilitätsbeirat, der Beirat für Menschen mit Behinderungen, der Seniorenbeirat und die Nahverkehrsgesellschaft beteiligt werden. Auch die bisherigen Anbieter erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme.

SPD Jena fordert mehr finanzielle Unterstützung für Kommunen

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richtet die SPD Jena den Blick auf die politische Handlungsfähigkeit vor Ort. Ein funktionierendes Gemeinwesen, soziale Sicherheit und sichtbare Investitionen in die Zukunft sind wesentliche Voraussetzungen für Vertrauen in den demokratischen Staat. 

„Die Bürgerinnen und Bürger wollen einen Staat, der für sie vor Ort wirksam und handlungsfähig ist, vor allem auch in den Kommunen“, sagt Johannes Schleußner, Dezernent für Jugend, Bildung, Kultur und Sport. „Bund und Länder müssen deshalb die schwere finanzielle Krise der Kommunen endlich wirksam auffangen. Wenn wir vor Ort handlungsunfähig werden und Angebote kürzen müssen, dann verliert unsere Demokratie weiter an Vertrauen. Kommunen brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Spielräume, um ihre stetig wachsenden Aufgaben leisten zu können.“ 

Die Nachwahlbefragungen in Sachsen-Anhalt zeigen zudem, das Soziale Sicherheit für die Wählerinnen und Wähler das wichtigste Thema ihrer Wahlentscheidung darstellt – deutlich vor Zuwanderung und innerer Sicherheit. Für die SPD Jena ist das ein klarer Auftrag. Daniela Gruber, Co-Vorsitzende der SPD Jena, betont: „Soziale Sicherheit ist konkret: Kann sich eine Familie die Miete leisten? Sind Kita und Schule gut? Gibt es Orte für Jugendliche? Fährt der Bus? Und haben die Menschen das Gefühl, dass ihre Stadt ihnen auch morgen noch etwas zu bieten hat?“ 

Gerade angesichts der schwierigen Haushaltslage warnt die SPD deshalb davor, die kommunale Finanzkrise allein mit Kürzungen zu beantworten. „Das bedeutet nicht, jede bestehende Ausgabe zu verteidigen“ so Tobias Birk, Co-Vorsitzender und Stadtrat. „Aber eine Stadt kann sich nicht gesundsparen. Wer notwendige Investitionen verschiebt und Infrastruktur abbaut, zahlt am Ende oft doppelt. Deshalb darf es kein Tabu sein, auch über die Einnahmen der Stadt und über Überbrückungskredite zu reden. Die Schwarze Null spart für die Bürgerinnen und Bürger keinen einzigen Euro. Sie verschiebt die Ausgaben nur: Auf die Familie, die sich ein Auto kaufen muss, weil kein Bus mehr fährt. Auf das Kind, das in der Klasse mit 30 anderen Schülerinnen und Schülern sitzt, auf den Rentner, der kein altersgerechtes Zuhause findet, weil keine günstigen passenden Wohnungen gebaut wurden “ 

Für die SPD Jena ist das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt deshalb Warnung und Arbeitsauftrag zugleich. Katja Glybowskaja, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat: „Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen. Aber die entscheidende Frage ist, was für eine Stadt wir am Ende dieser Krise sein wollen. Demokratie muss im Alltag funktionieren. Vertrauen entsteht dort, wo Menschen erleben, dass Politik Probleme löst und der Staat für sie handlungsfähig ist. Wer dieses Vertrauen erhalten will, darf nicht genau die Strukturen kaputtsparen, die unsere Stadt zusammenhalten.“ 

Stellenausschreibung Fraktionsassistenz (m/w/d) für Öffentlichkeitsarbeit (Schwerpunkt Social Media) & Veranstaltungen (Minijob/geringfügige Beschäftigung)

Die SPD-Fraktion sucht im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) mit einem Umfang von 12,5 % einer Vollzeitstelle befristet vom 1. Februar 2026 bis zum 31. Mai 2029 eine Assistenz für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit mit dem Schwerpunkt Social Media und für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Aufgabenbeschreibung

  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, Erstellen von redaktionellen Inhalten für unterschiedliche Kommunikationsformate (Pressemitteilungen, Social Media, Videos, Newsletter, aktuelle Meldungen, Website etc.)
  • Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen der SPD-Fraktion im Jenaer Stadtrat

Erwartete Qualifikationen

  • Ein begonnenes Studium (vorwiegend in Kommunikations- & Politikwissenschaften bzw. einer vergleichbaren Fachrichtung)
  • Erfahrungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit insb. im Social Media
  • Sicheres und freundliches Auftreten und ausgeprägtes Organisationstalent
  • Flexible Einsatzbereitschaft, Kreativität, Motivation, schnelle Auffassungsgabe, selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
  • Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie gute Kenntnisse von Multimediasoftware und Grafikprogrammen sowie der EDV-Programme von Microsoft Office
  • Identifikation mit den Werten und Zielen der SPD

Unser Angebot

  • Vergütung auf Basis der Entgeltgruppe E 10, Stufe 1 des TVöD VKA, entsprechend 12,5 % des monatlichen Vollzeitentgelts. Die geringfügige Beschäftigung wird pauschal versteuert.
  • Eine abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Tätigkeit
  • Eine flexible Einteilung der Arbeitszeit
  • Möglichkeit, an einem modernen Büroarbeitsplatz inkl. Bereitstellung der Büroausstattung (eigenen Laptop) zu arbeiten
  • Es besteht die Möglichkeit zum begleitenden Arbeiten im Homeoffice

Bewerbung

Eure Bewerbung, Anschreiben mit Lebenslauf als PDF, richtet ihr per Mail bis zum 15. Januar 2026 an fraktion@spd-jena.de z.H. Frau Katja Glybowskaja, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Jenaer Stadtrat.

Hinweis zur Vielfalt: Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder Behinderung.

Neues Wohn- und Geschäftsquartier in Winzerla: SPD Jena begrüßt wichtigen Schritt

Diskussionsveranstaltung mit SPD-Finanzpolitiker Lothar Binding zu Rente und Schuldenbremse

Einladung zur Diskussionsveranstaltung mit SPD-Finanzpolitiker Lothar Binding zu Rente und Schuldenbremse

Dienstag, 11. Juni 2024, 19:30 Uhr, FORUM der SPD, Teichgraben 4, 07743 Jena

Unter der Überschrift „Generationengerechtigkeit: wie weiter mit Schuldenbremse und Rentenpolitik?“ lädt die Jenaer SPD zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung am Dienstag, den 11. Juni ab 19:30 Uhr ins FORUM der SPD am Teichgraben 4. SPD-Ratsfraktionschefin Katja Glybowskaja und Landtagsabgeordneter Lutz Liebscher diskutieren diese Fragen mit SPD-Finanzexperte Lothar Binding und den Gästen der Veranstaltung. Herzliche Einladung!

Hintergrund:

Lothar Binding war von 1998 bis 2021 Mitglied des deutschen Bundestages und ist als Finanzpolitiker für seine „Zollstock-Reden“ bekannt. Heute ist er Bundesvorsitzender der AG 60+ der SPD, der Arbeitsgemeinschaft der älteren Menschen und ihrer Interessen.