SPD Jena fordert mehr finanzielle Unterstützung für Kommunen

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richtet die SPD Jena den Blick auf die politische Handlungsfähigkeit vor Ort. Ein funktionierendes Gemeinwesen, soziale Sicherheit und sichtbare Investitionen in die Zukunft sind wesentliche Voraussetzungen für Vertrauen in den demokratischen Staat. 

„Die Bürgerinnen und Bürger wollen einen Staat, der für sie vor Ort wirksam und handlungsfähig ist, vor allem auch in den Kommunen“, sagt Johannes Schleußner, Dezernent für Jugend, Bildung, Kultur und Sport. „Bund und Länder müssen deshalb die schwere finanzielle Krise der Kommunen endlich wirksam auffangen. Wenn wir vor Ort handlungsunfähig werden und Angebote kürzen müssen, dann verliert unsere Demokratie weiter an Vertrauen. Kommunen brauchen mehr finanzielle Unterstützung und Spielräume, um ihre stetig wachsenden Aufgaben leisten zu können.“ 

Die Nachwahlbefragungen in Sachsen-Anhalt zeigen zudem, das Soziale Sicherheit für die Wählerinnen und Wähler das wichtigste Thema ihrer Wahlentscheidung darstellt – deutlich vor Zuwanderung und innerer Sicherheit. Für die SPD Jena ist das ein klarer Auftrag. Daniela Gruber, Co-Vorsitzende der SPD Jena, betont: „Soziale Sicherheit ist konkret: Kann sich eine Familie die Miete leisten? Sind Kita und Schule gut? Gibt es Orte für Jugendliche? Fährt der Bus? Und haben die Menschen das Gefühl, dass ihre Stadt ihnen auch morgen noch etwas zu bieten hat?“ 

Gerade angesichts der schwierigen Haushaltslage warnt die SPD deshalb davor, die kommunale Finanzkrise allein mit Kürzungen zu beantworten. „Das bedeutet nicht, jede bestehende Ausgabe zu verteidigen“ so Tobias Birk, Co-Vorsitzender und Stadtrat. „Aber eine Stadt kann sich nicht gesundsparen. Wer notwendige Investitionen verschiebt und Infrastruktur abbaut, zahlt am Ende oft doppelt. Deshalb darf es kein Tabu sein, auch über die Einnahmen der Stadt und über Überbrückungskredite zu reden. Die Schwarze Null spart für die Bürgerinnen und Bürger keinen einzigen Euro. Sie verschiebt die Ausgaben nur: Auf die Familie, die sich ein Auto kaufen muss, weil kein Bus mehr fährt. Auf das Kind, das in der Klasse mit 30 anderen Schülerinnen und Schülern sitzt, auf den Rentner, der kein altersgerechtes Zuhause findet, weil keine günstigen passenden Wohnungen gebaut wurden “ 

Für die SPD Jena ist das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt deshalb Warnung und Arbeitsauftrag zugleich. Katja Glybowskaja, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat: „Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen. Aber die entscheidende Frage ist, was für eine Stadt wir am Ende dieser Krise sein wollen. Demokratie muss im Alltag funktionieren. Vertrauen entsteht dort, wo Menschen erleben, dass Politik Probleme löst und der Staat für sie handlungsfähig ist. Wer dieses Vertrauen erhalten will, darf nicht genau die Strukturen kaputtsparen, die unsere Stadt zusammenhalten.“ 

Sicherheitspolitik neu denken – Öffentliche Debatte mit Michael Roth in Jena

Jena, den 17:39

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich die sicherheitspolitischen Koordinaten in
Europa grundlegend verschoben. Fragen von Verteidigung, Abschreckung und Diplomatie stehen im
Zentrum gesellschaftlicher und politischer Debatten – auch innerhalb der Sozialdemokratie.


Mit der im Juni 2023 erstmals verabschiedeten Nationalen Sicherheitsstrategie verfolgt die
Bundesregierung das Leitbild einer integrierten Sicherheit: zivile Krisenprävention, internationale
Kooperation, wirtschaftliche Resilienz und militärische Verteidigung sollen künftig stärker
zusammengedacht werden. Doch wie gelingt dieser Balanceakt? Welche Prioritäten setzen wir – als
Gesellschaft und als SPD?


In einer Welt, die zunehmend durch den Systemwettbewerb zwischen Demokratien und autoritären
Staaten geprägt ist, stellen sich neue Herausforderungen:
Welche Lehren ziehen wir aus drei Jahrzehnten Außen- und Sicherheitspolitik seit dem
vermeintlichen „Ende der Geschichte“?
Wie gehen wir künftig mit autoritären Regimen um – und welche Rolle übernimmt Deutschland dabei
in Europa?


Zu diesen Fragen lädt die SPD Jena herzlich zur öffentlichen Diskussion ein. Unser Gast ist Michael
Roth
, MdB a.D., langjähriger Außenpolitiker und ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen
Ausschusses im Bundestag. Gemeinsam möchten wir analysieren, diskutieren – und
sozialdemokratische Impulse für eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik setzen.


Samstag, 5. Juli 2025, 12:30 Uhr
Forum der SPD, Teichgraben 4, Jena

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Für einen kleinen
Imbiss ist gesorgt.
Die SPD Jena freut sich auf Ihre Fragen, Ihre Perspektiven – und auf eine engagierte Debatte zu einem
Thema, das unsere gemeinsame Zukunft betrifft.

Neues Wohn- und Geschäftsquartier in Winzerla: SPD Jena begrüßt wichtigen Schritt

Landtagswahl 2024: Daniela Gruber und Lutz Liebscher, unsere Kandidierenden für Jena im Interview

Diskussionsveranstaltung mit SPD-Finanzpolitiker Lothar Binding zu Rente und Schuldenbremse

Einladung zur Diskussionsveranstaltung mit SPD-Finanzpolitiker Lothar Binding zu Rente und Schuldenbremse

Dienstag, 11. Juni 2024, 19:30 Uhr, FORUM der SPD, Teichgraben 4, 07743 Jena

Unter der Überschrift „Generationengerechtigkeit: wie weiter mit Schuldenbremse und Rentenpolitik?“ lädt die Jenaer SPD zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung am Dienstag, den 11. Juni ab 19:30 Uhr ins FORUM der SPD am Teichgraben 4. SPD-Ratsfraktionschefin Katja Glybowskaja und Landtagsabgeordneter Lutz Liebscher diskutieren diese Fragen mit SPD-Finanzexperte Lothar Binding und den Gästen der Veranstaltung. Herzliche Einladung!

Hintergrund:

Lothar Binding war von 1998 bis 2021 Mitglied des deutschen Bundestages und ist als Finanzpolitiker für seine „Zollstock-Reden“ bekannt. Heute ist er Bundesvorsitzender der AG 60+ der SPD, der Arbeitsgemeinschaft der älteren Menschen und ihrer Interessen.