SPD Jena

Bericht von der Sitzung des Ortsteilrates am 04.03.2015

Ortsteilbürgermeister

Unter Tagesordnungspunkt 2 stand in der (gestrigen) Sitzung ein Informationsgespräch zur Verkehrssituation am Salvador-Allende-Platz auf dem Plan.

Gäste waren unter anderem Herr Beetz von den Gräflichen Kliniken, Frau Weiß und Herr Müller für die ansässigen Handelseinrichtungen, sowie Frau Seidel-Kwem für das Klinikum. Weitere Gäste waren Frau Kynast vom Stadtplanungsamt, Herr Apelt und Herr Margull von der Verkehrsbehörde und Frau Wietz für Jena-Wohnen.

Die Teilnehmer gaben einen Überblick über Ihre Belange und Befürchtungen. Herr Beetz berichtete, dass die Parkflächen der Gräflichen Kliniken trotz Beschilderung zu einem Großteil von Fremdparkern genutzt werden und damit den Patienten des ambulanten Reha-Zentrums nicht mehr zur Verfügung stehen.

Frau Weiß von Rewe berichtete von den Anfängen am Allende-Platz, sie ist seit 1983 mit Ihrer Handelseinrichtung vor Ort. Sie verfügt derzeit über 14 Vollzeit- und 42 Teilzeitangestellte. Ihr Hauptproblem sei die Ampelsteuerung die den Abfluss vom Allende-Platz regelt. Neben den Mitarbeitern gäbe es vor allem zu wenige Parkplätze für Kunden. Zwischen 50 und 70 % der Kunden kommen mit Auto. Die Parkplätze seien aber wichtig, da sich die Umsätze in den letzten Jahren mehr als verdoppelt haben. Herr Müller vom Aldi-Markt ergänzte, dass die Zahl der verfügbaren Parkplätze grundsätzlich nicht ausreiche.

Frau Seidel-Kwem vom Klinikum stellte heraus, dass das Klinikum alles in seinen Möglichkeiten stehende tut, um die Verkehrssituation zu entspannen. Neben einem Parkhausneubau stehen mehrere hunderte Fahrradstellplätze zur Verfügung. Ebenso ist das Klinikum Partner des Teil-Auto-Carsharing. Darüber hinaus gab Sie eine Übersicht über das zu erwartende Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung im nächsten Jahr. Sie rechnet mit 2.000 Mitarbeitern und einer Verdoppelung der gleichzeitig anwesenden Studenten. Insgesamt rechnet sie mit circa 3.000 Fahrzeugen. Frau Seidel-Kwem stellte aber einen klaren Unterschied zwischen Durchschnittsaufkommen und Spitzenzeiten heraus, und betonte den positiven Einfluss des Klinikums auf das Wohnumfeld in Lobeda.

Frau Kynast bemerkte, dass die Verkehrsprobleme die sich in den letzten Jahren eingestellt haben ursprünglich nicht ersichtlich waren. Sie unterschied zwischen Verkehrsanschließung und Organisation. Darüber hinaus stellte sie klar, dass der Einzelhandel in Lobeda gedeckelt sei. Maximal sei noch ein Nahversorger möglich. Die übrigen Ansiedlungen müssen für zukünftige alternative Wohnformen vorgehalten werden. Herr Apelt nannte zwei Optionen. Zum einen sei eine operative Steuerung der Verkehrsorganisation durch Beschilderung oder Lichtsignalanlagen möglich. Zum anderen könne die Stadt das Verhalten der Verkehrsteilnehmer, etwa durch Kontrollen, beeinflussen. Dazu steht jedoch nur ein begrenztes Kontingent an Mitarbeitern zur Verfügung, die des Weiteren durch zukünftige Veränderungen der Verkehrsorganisation in anderen Stadtteilen weiter abnimmt. Er stellte klar, das Ziel müsse eine Organisation ohne ordnungsbehördliche Kontrolle sein. Neben der zunehmenden Zahl an Pkws nimmt aber die Zahl der Lkw in Lobeda zu. Auch für diese sucht die Stadt zurzeit Ausweichstellflächen. Als erste Maßnahme soll der Radweg entlang der Erlanger Allee wieder nach Fahrtrichtungen getrennt werden. An der Ausfahrt Salvador-Allende-Platz sei die Regelung stadtauswärts notwendig um einen Grünpfeil installieren zu können. Herr Margull ergänzte, dass keine Änderungen der Verkehrsinfrastruktur vorgesehen sind, da diese erst vor wenigen Jahren komplett umgebaut wurde. Darüber hinaus zeigten die Schleifendaten der Lichtsignalanlage, dass noch Reserven vorhanden seien. Er schloss aber die Positionierung der Steuerungsschleifen als Stau-Ursache nicht aus. Abschließend verwies er darauf, dass eine weitere Zuwegung nicht im Fokus der Stadtverwaltung liege, und die Organisation der Parkplätze grundsätzlich in der Zuständigkeit der ansässigen Handelsunternehmen sei.

Frau Wietz berichtete über eine 100 % Auslastung der Anwohnerparkflächen sowie der Parkgarage in der Kastanienstraße. Sie brachte die Parksituation in der Ziegesarstraße als Problem an, und nannte eine zusätzliche Ausfahrt über die Kastanienstraße auf Grund der anliegenden Spielplätze und der Kindertagesstätte als höchst bedenklich.

Von den anwesenden Bürgern wurde der Durchstich vom Allende-Platz zur Kastanien-Straße als Alternative ausgeschlossen. Die Ausfahrt über die Kastanienstraße sei ebenfalls schon heute durch die  Anwohner überlastet.

Ortsteilbürgermeister Blumentritt mahnte die Stadtverwaltung in Lobeda keinen zweiten Eichplatz zu inszenieren. Darüber hinaus schlug er einen Vor-Ort mit allen Beteiligten vor, und sprach sich für eine Auffahrt vom Allende-Platz zur Stadtrodaer Straße aus.

Der SPD-Ortsverein wird die Entwicklung weiterhin kritisch begleiten. [SK]

 

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