SPD Jena

ASF Jena: Hilfsangebote für geflüchtete Frauen vernetzt

Gleichstellung

Zur Veranstaltung der ASF Jena/ SHK am 8. März im SPD-Forum in Jena kamen mehr als 30 engagierte Frauen, Migrantinnen und geflüchtete Frauen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Beantwortung zahlreicher Fragen, ging es in erster Linie um die Vernetzung der vielen Hilfen besonders für geflüchtete Frauen in der Saalestadt.

Vertreterinnen des Frauenzentrums Towanda, der AWO Jena-Weimar, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena und vieler kleinerer Initiativen und Vereine stellten ihre Projekte und Ideen vor. „Ganz zentral ist der Spracherwerb,“ fasst Melanie Pesch, Vorsitzende der ASF Jena/ SHK die Debatte zusammen. Um die mangelnden Sprachkenntnisse drehen sich auch viele Probleme, die in der Veranstaltung angesprochen wurden. Was ist, wenn jemand krank ist und zum Arzt oder in die Klinik muss, wer trägt dann die Kosten für einen Dolmetscher? Gibt es überhaupt genug Dolmetscher und Sprachmittler? Können Sprachmittler aus den Reihen der Flüchtlinge gewonnen werden? „In bestimmten Fällen ist es sicher möglich, auf Flüchtlinge als Sprachmittler zurück zu greifen,“ betont Tanja Groten, selbst Ärztin in der Frauenklinik. „Aber für spezielle Fälle, wie eine psychologische Behandlung, braucht es ausgebildetes Personal. Außerdem müssen wir darauf achten, dass die Sprachmittler auch vergütet werden und wir keinen prekären Arbeitsmarkt schaffen.“

Eine Vertreterin des Jenaer Frauenhaus e.V. machte auch auf die besondere Situation geflüchteten Frauen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus aufmerksam, die Schutz vor gewaltsamen Übergriffen in einem Frauenhaus suchen. Die Stadträtin Katja Glybowskaja nahm dies dankend auf und versprach sich dieses Themas besonders anzunehmen.

Die anwesenden geflüchteten Frauen äußerten auch ihre Wünsche und Träume für ein Leben in Deutschland. Nach dem Lernen der Sprache steht die Arbeit an zweiter Stelle. Sie möchten gern eine Beschäftigung finden, sei es auch erst einmal ehrenamtlich. Hier fanden sich gleich mehrere Hinweise auf Projekte des Beratungszentrums Lucie e.V., der AWO und auch des Tausend Taten e.V. Das Thema Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt soll außerdem auf dem nächsten Flüchtlingsgipfel der Stadt Jena ganz oben auf der Agenda stehen.

„Wir konnten viele Kontakte knüpfen, Projekte vorstellen und Ideen aufnehmen. Es war ein voller Erfolg für alle Beteiligten,“ freut sich Melanie Pesch und verspricht, das weitere Vernetzungstreffen folgen werden.

 
 

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